Vöhler Haustechnik-Firma Selzam arbeitete in China

Bauleitung und unterstützende Ausführung des Schulungs- u. Ausstellungsraumes
sowie der Heizzentrale der Viessmann Niederlassung in Peking-Tianzhu

Harald Huthwelker, Sanitär-Heizungs-Klima-Meister und Tim Selzam, Jungmonteur der Vöhler Haustechnik-Firma Selzam, arbeiteten mit an der neuen Produktions- und Vertriebsstätte Peking des Heiztechnik-Herstellers Viessmann aus Allendorf (Eder).
Ihre Aufgabe bestand darin, die Bauleitung und unterstützende Ausführung für die Erstellung des Showrooms (Ausstellungs- und Schulungsraum mit 25 Wärmeerzeugeranlagen) und des Boilerrooms (Heizzentrale) mit 2 Großkesselanlagen, bestehend aus einem Gas-Brennwertkessel
Vitocrossal 400 kW und einem Oel-Niedertemperaturkessel Vitoplex 500 kW zu übernehmen. Weiterhin waren eine Sole-Wärmepumpenanlage mit Erdkollektor sowie alle Produktgruppen der Solar-Thermie zu installieren.

Die teilweise in der Vöhler Betriebsstätte vorgefertigten Anlagenbauteile wurden gemeinsam mit den Wärmeerzeugerkomponenten von der Firma Viessmann per Container verschifft.

Blick in den Übungs- und Ausstellungsraum

Am Montag, den 13.Mai 2002, trafen die 2 Vöhler Mitarbeiter nach 10-stündigem Flug von Frankfurt/Main auf dem Pekinger Flughafen ein und wurden von dem Viessmann-Mitarbeiter Ralph Biermann und der Dolmetscherin Wang Li empfangen. Nach kurzer Fahrt durch die Pekinger Innenstadt wurden die Quartiere der nächsten Wochen in unmittelbarer Nähe der neuen Viessmann Niederlassung bezogen. 
Nach Einweisung und Besichtigung der zukünftigen Baustelle und Vorstellung der chinesischen Monteurgruppe wurde die Arbeitsvorbereitung abgestimmt. Die sprachliche Barriere sollte durch eine Übersetzerin vermindert werden. Hierbei stellte sich jedoch schnell heraus, daß nur eine prag matische Sprache mit sprichwörtlich „Händen und Füßen” das beste Mittel war
.

Gemeinsames Gruppenfoto mit den chinesischen Monteuren vor der Produktionshalle;
hintere Reihe, 2. von rechts,
Harald Huthwelker; 3. von rechts, Obermonteur Li Xueng;
hintere Reihe 4. von rechts,
Tim Selzam

 

Die ursprünglich vorgesehene Terminplanung mußte aufgrund der noch im Zoll festgehaltenen Materialcontainer umgestellt werden. Daher wurden in den ersten Tagen vorbereitende Arbeiten durchgeführt.Erst nachdem die chinesische Bauleiterin, Ayshin Sheu,  dank ihrer Insiderkontakte die Container aus der Chinesischen Zollabfertigung losgeeist hatte, begann der eigentliche Anlagenaufbau.
Nach cirka einwöchiger Zusammenarbeit, hatte man sich auf die Mentalität der chinesischen Mitarbeiter eingestellt und konnte mit entsprechend rücksichtsvoller, aber dennoch bestimmender Vorgehensweise, die angestrebten Maßstäbe umsetzen.
Aufgrund des engen Zeitrahmens wurden die Arbeiten in der Heizzentrale und im Ausstellungraum parallel ausgeführt.
Die Montage und der Aufbau ging zügig voran. Die aus Deutschland angelieferten Wärmeerzeuger und Heizungskomponenten sowie  Rohr- und Verbindungsmaterialien konnten problemlos aufgebaut und montiert werden. Schwierigkeiten bestanden jedoch teilweise in der örtlichen Beschaffung von Kleinmaterial und Zubehör. Beispielsweise waren Rohrfittings, die bei uns gängige Lagerware sind, nicht zu beschaffen und mußten auf Anfrage individuell per Hand gefertigt werden.

Ausschnitt Heizzentrale mit den Wärmeerzeugern
Vitocrossal und Vitoplex

Dank des kooperativen Verhaltens und der Unterstützung der chinesischen Bauleiterin, Ayshin Sheu, der Viessmann Mitarbeiter, vor allem jedoch Geschäftsführer Werner Witte und Ralph Biermann, sowie nicht zuletzt aufgrund des Einsatzes der chinesischen Monteure konnten die Arbeiten im vorgegebenem Zeitraum Ende Juni abgeschlossen werden.

Im August flog Harald Huthwelker nochmals für 2 Wochen zur Fertigstellung und vorbereitenden Inbetriebnahme nach Peking. Die Viessmann Niederlassung  wurde zwischenzeitlich bereits termingerecht eingeweiht. 

Gemeinsames Abendessen; v.l. Ayshin Sheu, Harald Huthwelker,
Tim Selzam und Ralph Biermann

Gemeinsames Hot-Pot-Essen mit den Viessmann-Mitarbeitern

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